Samstag, 29. Oktober 2016

30. Oktober:


Der 30. OKTOBER ist der 303. Tag des Jahres - der 304. in Schaltjahren. Es verbleiben noch 62 Tage bis Jahresende.
Sternbild:                                                                                           Skorpion




30.10.701     JOHANNES VI wird als Nachfolger von Sergius I Papst.


30.10.942     MARINUS II wird vom römischen Fürsten Alberich II, von dem er gänzlich abhängig ist, als Nachfolger von Stephan VIII zum Papst ernannt.


30.10.1910   Todestag Henri DUNANT, Humanist, Geburtstag 8.5.1828 in Genf
Jean-Henri Dunant war ein Schweizer Geschäftsmann und Humanist christlicher Prägung. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände unter den Verwundeten nach einer Schlacht:

Am Abend des 24. Juni 1859 kam Dunant nach Ende einer Schlacht zwischen den Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs unter der Führung Napoleons III. auf der einen Seite und der Armee Österreichs auf der anderen Seite am Schlachtfeld in der Nähe Solferinos vorbei. Noch immer lagen etwa 38.000 Verwundete, Sterbende und Tote auf dem Schlachtfeld, ohne daß ihnen jemand Hilfe leistete. Zutiefst erschüttert von dem, was er sah, organisierte er spontan mit Freiwilligen aus der örtlichen Zivilbevölkerung, hauptsächlich Frauen und Mädchen, die notdürftige Versorgung der verwundeten und kranken Soldaten. In der Kleinstadt Castiglione delle Stiviere in unmittelbarer Nähe zu Solferino richtete er mit anderen Helfern in der Chiesa Maggiore, der größten Kirche des Ortes, ein Behelfshospital ein. Hier wurden etwa 500 der insgesamt etwa 8.000 bis 10.000 Verwundeten versorgt, die nach Castiglione gebracht worden waren.

Wie er schnell feststellte, fehlte es an fast allem: an Helfern, an Fachwissen, an medizinischem Material und Verpflegung. Dunant und die seinem Aufruf folgenden Helfer machten bei ihrer Hilfeleistung keinen Unterschied zwischen den Soldaten hinsichtlich ihrer nationalen Zugehörigkeit. Berühmt für diese Einstellung wurde die Losung „Tutti fratelli“ (ital.: „Alle sind Brüder!“) der Frauen Castigliones. Es gelang Dunant darüber hinaus, von den Franzosen gefangene österreichische Ärzte für die Versorgung der Verletzten freigestellt zu bekommen. Er richtete Behelfskrankenhäuser ein und ließ auf seine Kosten Verbandsmaterial und Hilfsgüter herbeischaffen. Trotz der Hilfe starben viele Verwundete.

Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel „Eine Erinnerung an Solferino“, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen ‚Internationales Komitee vom Roten Kreuz’ (KRK) trägt. Auf seine Initiative und die der gemeinnützigen Gesellschaft von Genf wird am 26.10.1863 die „Internationale Vereinigung des Roten Kreuzes“ zur Pflege von Verwundeten im Kriege gegründet. Die 1864 beschlossene Genfer Konvention geht wesentlich auf Vorschläge aus Dunants Buch zurück. Henri Dunant, der aufgrund geschäftlicher Probleme und seines darauf folgenden Ausschlusses aus der Genfer Gesellschaft rund drei Jahrzehnte lang in Armut und Vergessenheit lebte, gilt damit als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Im  Jahre 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.



30.10.1921   In Los Angeles hat der Stummfilm „Der Scheich“ Premiere. Rudolph VALENTINO als Hauptdarsteller wird damit über Nacht berühmt.



30.10.1931   Todestag Guido HOLZKNECHT, Arzt, Geburtstag 3.12.1872

Guido Holzknecht war ein österreichischer Arzt, Universitätsprofessor an der Universität Wien und ein Pionier der Radiologie. Die schädigende Wirkung der Röntgenstrahlen wurde den damaligen Pionieren erst langsam bewußt. Guido Holzknecht erkannte jedoch, daß die Schädigung der Haut von der verabreichten Strahlendosis abhängt. Er konstruierte erstmals ein Gerät, das die Menge der abgegebenen Strahlung annähernd bestimmen konnte. Mit diesem Gerät konnten die Strahlenschäden an seiner Abteilung um fast 90 % reduziert werden. Trotzdem starb er wie viele andere Persönlichkeiten der ersten Röntgenära an den Folgen eines Strahlenschadens.



30.10.1938   Der 22-jährige Orson WELLES verursacht aufgrund seines erschreckend echt wirkenden Hörspiels „Krieg der Welten“ bei den Radiohörern der amerikanischen Oststaaten Irritationen. Das Stück handelt von einer Invasion der Erde durch Marsbewohner.



30.10.1950   Papst PIUS XII wird nach eigenen Angaben in den Vatikanischen Gärten zum ersten Mal mit dem erlebten Sonnenwunder konfrontiert.



30.10.1953   Todestag Emmerich KÁLMÁN, Operettenkomponist, Geburtstag 24.10.1882

Emmerich Kálmán, auch Imre Kálmán, eigentlich Imre Koppstein, war ein ungarischer Komponist. Seine Operetten sind weltberühmt: „Die Csardasfürstin“ (1915), „Gräfin Mariza“ (1924). Er schrieb vornehmlich Operetten und war zusammen mit Franz Lehár und anderen einer der Begründer der Silbernen Operettenära. 1938 mußte er emigrieren. Von Wien wurde er bei seiner Rückkehr nicht eben gut empfangen.



30.10.1990   Im Eurotunnel zwischen Frankreich und England wird ein erster Durchstich geschafft.



30.10.2008   Der Flughafen Berlin-Tempelhof ist Geschichte: Nach 85 Jahren heben die letzten Maschinen von dem Flugfeld ab, das durch die Berliner Luftbrücke 1948/1949 in aller Welt bekannt wurde. Die Fläche, auf der der Flughafen Tempelhof gebaut wurde, das Tempelhofer Feld, war ehemals ein Exerzierplatz. 1909 stellte Orville Wright hier seinen Startapparat auf, machte Flugvorführungen und einige Rekordflüge.

Der Flughafen Berlin-Tempelhof (IATA-Code: THF, ICAO-Code: EDDI) war einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und nahm 1923 den Linienverkehr auf. Er war bis zum 30.10.2008 neben Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld einer von drei Verkehrsflughäfen im Großraum Berlin. Im Jahr 2007 wurden dort mehr als 350.000 Fluggäste abgefertigt. Gemessen an den Passagierzahlen lag der Flughafen 2007 damit an 22. Stelle in Deutschland. Der Flughafen wird um 24°° unter dem Protest einiger hundert Befürworter des Flughafens geschlossen, nachdem um 23.55 eine Ju-52 sowie ein Rosinenbomber vom Typ Douglas DC-3 als letzte Flugzeuge den Flughafen verlassen haben. Der Flughafenbetrieb endete mit dem 30. Oktober 2008.





                                                                                                                            






Freitag, 28. Oktober 2016

29. Oktober:


Der 29. OKTOBER ist der 302. Tag des Jahres - der 303. in Schaltjahren. Es verbleiben noch 63 Tage bis Jahresende.
Sternbild:                                                                                        Skorpion   



29.10.1187   Die an die weltlichen Herrscher adressierte päpstliche Bulle „Audita tremendi“ enthält den Aufruf von GREGOR VIII zum Dritten Kreuzzug. Der Papst will den Verlust Jerusalems nach der Schlacht bei Hattin nicht hinnehmen.

29.10.1525   MARTIN LUTHER hält in Wittenberg die erste Messe in deutscher Sprache ab.

29.10.1591   INNOZENZ IX wird als Nachfolger von Gregor XIV zum Papst gewählt hat.

29.10.1829   Todestag „Nannerl“ MOZART, Wunderkind, Geburtstag 30.7.1751

Maria Anna Walburga Ignatia Mozart, im Freundeskreis Nannerl genannt, war die ältere Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart. Nannerl trat in ihrer Jugend mit ihrem Bruder Wolfgang Amadeus europaweit als Pianistin in Konzerten auf. Sie spielte bereits mit elf Jahren die schwersten Sonaten und Konzerte auf dem Klavier. Es sind von ihr nur kleine Tonsatzübungen überliefert, aber keine Eigenkompositionen. Sie trat nie aus dem Schatten ihres Bruders heraus und konzentrierte sich in späteren Jahren auf ihre Familie und ihre Tätigkeit als Klavierlehrerin. Im Alter von 74 Jahren erblindete sie. Nach ihrem Tod 1829 wurde sie auf eigenen Wunsch in der Kommunengruft am Petersfriedhof Salzburg begraben.

29.10.1886   Nach Einweihung der Freiheitsstatue am Vortag kommt es in New York spontan zur ersten Konfettiparade.

29.10.1897   Geburtstag Joseph GOEBBELS, Politiker, Todestag 1.5.1945

Paul Joseph Goebbels war eine der einflußreichsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus und einer der engsten Vertrauten des Wahnsinnigen in Stiefeln. Hitlers Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda nahm sich in der Berliner Reichskanzlei das Leben. Die umfangreichen Tagebücher, die er von 1924 bis zu seinem Suizid 1945 führte, gelten als wichtige Quelle für die Geschichte der NSDAP und des „Dritten Reiches“.

29.10.1911   Todestag Joseph PULITZER, Verleger, Geburtstag 10.4.1847

Joseph Pulitzer war ein ungarisch-amerikanischer Journalist, Herausgeber und Zeitungsverleger. In New York gab er mehrere Zeitungen heraus, 2 Millionen Dollar stellte er für die jährliche Vergabe des „Pulitzer-Preises“ zur Verfügung.

29.10.1913 Geburtstag Eddie CONSTANTINE, Schauspieler, Todestag 25.2.1993

Eddie Constantine, geboren als Edward Constantinowsky, war ein US-amerikanischer Schauspieler und Chansonnier. 1953 landete er mit der Rolle des FBI-Agenten Lemmy Caution im Film „Im Banne des blonden Satans“ einen Hit. Durch diesen und die folgenden Filme, die eine eigenwillige Mischung aus Kriminal-, Agenten- und Abenteuerfilm mit Humor darstellten, wurde er Mitte der 1950er-Jahre besonders in Deutschland und Frankreich einem breiten Kinopublikum bekannt.

29.10.1918   Die Abspaltung der südslawischen Länder von Österreich-Ungarn stellt den ersten Schritt zur Gründung Jugoslawiens dar.

29.10.1918   Die Matrosen der beiden deutschen Kriegsschiffe „Thüringen“ und „Helgoland“ weigern sich, dem Flottenbefehl vom 24.10.1918 Folge zu leisten und zu einer letzten Schlacht gegen die Royal Navy auszulaufen. Zwar kann die Meuterei unterdrückt werden, doch der Plan einer Entscheidungsschlacht im Ersten Weltkrieg wird fallen gelassen.

29.10.1930   Geburtstag Heinz NITTEL, Politiker, Todestag 1.5.1981

Heinz Nittel war ein österreichischer Politiker. Der Präsident der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft und Mitbegründer des Jewish Welcome Service fiel einem terroristischen Mordanschlag zum Opfer. Er wurde von dem im Irak geborenen Hesham Mohammed Rajeh im Auftrag von Bahij Younis, einem Mitglied der Terrororganisation Abu Nidal, ermordet.

29.10.1972   Geburtstag Udo WENDERS, Sänger, Kabarettist, Komiker

Udo Wenders, eigentlicher Name Udo Ebner, ist ein österreichischer Schlagersänger, ehemaliger Kabarettist und Komiker. Unter seinem richtigen Namen Udo Ebner war er neben seinem Beruf auch als Kabarettist aktiv und zudem eine feste Größe im Fasching in seinem Heimatort Feffernitz bei Villach.

29.10.1998   John Herschel GLENN fliegt 77-jährig mit der Raumfähre Discovery zum zweiten Mal ins All. Weltraummediziner erwarten sich von der Mission STS-95 unter anderem Aufschlüsse über den Alterungsprozeß.



                                                                                                                                  






Donnerstag, 27. Oktober 2016

28.10.1885 Geburtstag Per Albin HANSSON, Politiker, Todestag 6.10.1946


PER ALBIN HANSSON



28.10.1885   Geburtstag Per Albin HANSSON, Politiker, Todestag 6.10.1946
Per Albin Hansson war ein schwedischer Politiker, dessen Vision eines „Volksheims“ Schweden nachhaltig geprägt hat. Der Sozialdemokrat war von 24.9.1932 bis 19.6.1936 sowie erneut vom 28.9.1936 bis zu seinem Tod am 6.10.1964 schwedischer Ministerpräsident. Im 10. Wiener Gemeinde­bezirk im Süden Wiens, an der Grenze zum 23. Bezirk, ist die Per Albin Hansson-Siedlung sowie die Per-Albin-Hansson-Straße nach ihm benannt.



28. Oktober:


Der 28. OKTOBER ist der 301. Tag des Jahres - der 302. in Schaltjahren. Es verbleiben noch 64 Tage bis Jahresende.

Sternbild:                                                                                        Skorpion  



28.10.1061   In Basel wird auf Veranlassung des römisch-deutschen Königs Heinrichs IV der Bischof von Parma, Pietro Cadalus, zum Gegenpapst HONORIUS II gewählt, nach­dem Papst ALEXANDER II am 30.9. ohne Beteiligung der kaiserlichen Partei Kirchen­oberhaupt geworden ist.

28.10.1492   Christoph Kolumbus erreicht auf seiner ersten Reise die Insel Kuba.


28.10.1538   Papst Paul III genehmigt die Gründung der Universität in Santo Domingo.



28.10.1885   Geburtstag Per Albin HANSSON, Politiker, Todestag 6.10.1946

Per Albin Hansson war ein schwedischer Politiker, dessen Vision eines „Volksheims“ Schweden nachhaltig geprägt hat. Der Sozialdemokrat war von 24.9.1932 bis 19.6.1936 sowie erneut vom 28.9.1936 bis zu seinem Tod am 6.10.1946 schwedischer Ministerpräsident. Im 10. Wiener Gemeinde­bezirk im Süden Wiens, an der Grenze zum 23. Bezirk, ist die Per Albin Hansson-Siedlung sowie die Per-Albin-Hansson-Straße nach ihm benannt.



28.10.1886   Die 94 m hohe Freiheitsstatue auf Liberty Island (New York), heute von den New Yorkern liebevoll „Miss Liberty“ genannt, wird vom US-Präsidenten Steven Grover Cleveland eingeweiht. „Miss Liberty“ ist ein Geschenk des französischen Volkes an Amerika zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit (1776).



28.10.1893   Geburtstag Karl FARKAS, Schauspieler und Kabarettist, Todestag 16.5.1971

Farkas sollte auf Wunsch seiner Eltern Jurist werden, entschied sich aber für die Bühnenlaufbahn. Ab 1926 war Farkas am Wiener Bürgertheater tätig. 1938 mußte er als Jude vorerst nach Brünn und dann über Paris nach New York City fliehen, wo er vor anderen Exilanten auftrat. 1946 kehrte er nach Wien zurück und trat ab 1950  auch wieder im Simpl auf, das er bis zu seinem Tod leitete. Dabei betätigte er sich auch als Autor und Regisseur und schrieb gemeinsam mit Hugo Wiener alle Revuen. Hugo Wiener schrieb auch die Doppelconferencen für Farkas und seinen neuen Partner Ernst Waldbrunn, später Maxi Böhm. Farkas stand bis einen Tag vor seinem Tod auf der Bühne seines Kabaretts. 1965 wurde er als erster Kabarettist der Geschichte in Anerkennung seiner Verdienste um das öster­reichische Kabarett mit dem Titel Professor ausgezeichnet.



28.10.1914   Geburtstag Jonas Edward SALK, Todestag 23.6.1995

Jonas Salk war ein US-amerikanischer Arzt und Immunologe. Er ent­wickelte unter anderem den inaktivierten Polio-Impfstoff gegen Kinder­lähmung. Gemeinsam mit Thomas Francis entwickelte er einen Impfstoff gegen Influenza, der bald weithin auf Armeestützpunkten angewandt wurde, wobei Salk für die Entdeckung und Isolierung eines Influenza­stammes verantwortlich gewesen war, der bei der endgültigen Impfung verwen­det wurde. In Pittsburgh entwickelte Salk als erster einen wirk­samen Impfstoff gegen die durch Viren verursachte Kinderlähmung (Polio­myelitis), den er zunächst an sich selbst und seiner Familie erprobte. Es handelte sich um einen Totimpfstoff, bei dem die Polioviren mit Formalin abgetötet wurden. Durch die Inaktivierung der Viren konnte eine Infektion der zu impfenden Personen und eine mögliche Verbreitung der Krankheit aus­geschlossen werden.



28.10.1943   Geburtstag Cornelia FROBOESS, Sängerin, Schauspielerin

Cornelia Froboess, in frühen Phasen ihrer Karriere zunächst auch bekannt als „Die kleine Cornelia“, später als „Conny“ ist eine deutsche Schau­spielerin und ehemalige Schlagersängerin. Ihren ersten Bühnen­auftritt hatte Cornelia Froboess im Mai 1951 mit dem Schlager „Pack die Badehose ein“, den ihr Vater ursprünglich für die Schöneberger Sänger­knaben geschrieben hatte. Von den verantwortlichen Herren dort wurde das Lied abgelehnt. Froboess wurde damit zum Kinderstar. Im Kollektiv­gedächtnis der Bundesrepublik verankerte sie sich damit als lockere spontane Berliner Göre.



28.10.1955   Geburtstag Bill GATES, Unternehmer.

William Henry Gates ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Computer­spezialist. Seine Computerprogramme veränderten die Wissens­gesellschaft nachhaltig. 2008 zog er sich von Microsoft zurück. Nun kämpft er mit seiner Stiftung gegen Armut und Malaria.



28.10.1957   Geburtstag Christian BERKEL, Schauspieler

Christian Berkel ist ein deutscher Schauspieler. Seit 1997 lebt er mit der Schauspielerin Andrea Sawatzki zusammen.



28.10.1958   Am vierten Tag des Konklaves wird Angelo Giuseppe Roncalli als Nachfolger des verstor­benen Pius XII zum Papst gewählt und nimmt den Namen JOHANNES XXIII an. 1962 leitet er mit dem 2. Vatikanischen Konzil die Öffnung der katholischen Kirche ein.



28.10.1959   Todestag Egon KORNAUTH, Komponist, Geburtstag 14.5.1891

Egon Kornauth war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Er erhielt schon als Schüler eine vielseitige Instrumentalausbildung und trat als 15jähriger als Pianist an die Öffentlichkeit. 1909 übersiedelte er nach Wien und begann sein Studium an der Wiener Musikakademie bei Robert Fuchs und Franz Schreker sowie an der Universität Wien, u.a. Musikwissenschaft bei Guido Adler. Schon 1910 unternahm er eine Konzertreise durch die USA und erhielt 1913 für seine Sonate für Viola und Klavier op.3, den Staatspreis.

1972 wurde die Kornauthgasse in Wien-Favoriten nach ihm benannt.



28.10.1932   Mit dem Einlenken Chruschtschows endet nach 13 Tagen die Kubakrise. Die auf Kuba stationierten Raketenstellungen werden in der Folge abgebaut.



28.10.1995   Todestag Gisela SCHLÜTER, Kabarettistin, Schauspielerin, Geburtstag 6.6.1919

Gisela Schlüter war eine deutsche Kabarettistin und Schauspielerin. Mit der Sendung „Zwischenmahlzeit“ setzte sich die „Quasselstrippe der Nation“ bzw. „Lady Schnatterly“ ein Fernsehdenkmal.



28.10.1995   Die Metro Baku trifft die bislang weltweit schwerste U-Bahn-Katastrophe. Ein vollbe­setzter Zug gerät in einem Tunnel in Brand. 289 Menschen sterben, 269 kommen mit Verletzungen davon.



28.10.2007   Todestag Evelyn HAMANN, Schauspielerin, Geburtstag 6.8.1942

Evelyn Hamann war eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin. Mit unbewegter Miene und hanseatisch trockenem Humor schrieb sie Fernseh­geschichte. Eigentlich hatte Loriot eine pummelige Blondine als Partnerin gesucht. Aber am komischen Talent dieser hageren Brünetten kam er nicht vorbei.



                                                                                                                                                                








Mittwoch, 26. Oktober 2016

27. Oktober 1811 - Geburtstag Isaac Merrit Singer


27.10.1811   Geburtstag Isaac Merrit SINGER, Erfinder, Todestag 23.7.1875

Isaac Merrit Singer war ein US-amerikanischer Multigamist, Unternehmer und Erfinder. Er leistete wesentliche Beiträge zur Entwicklung der Näh­maschine und vermarktete sie geschickt.

Wie er selbst in einem Interview sagte, waren seine Eltern „deutscher Herkunft“.

1830 heiratete er Catherine Maria Haley. Mit ihr hatte er zwei Kinder. Die Familie zog nach New York City.

1836 ließ er seine Familie in New York zurück, um als Agent einer Tourneegruppe von Schauspielern zu arbeiten. In Baltimore lernte er Mary Ann Sponsler kennen und lebte mit ihr die nächsten 24 Jahre. Mit ihr hatte er zehn Kinder.

1863 heiratete Singer Isabelle Eugenie Summerville, geborene Boyer, die er in Paris kennen gelernt hatte, und zog mit seiner neuen Familie nach Yonkers. Mit ihr hatte er sechs gemeinsame Kinder. 1899 verließ die Familie die USA, um sich in Frankreich niederzulassen. Im Mai 1875 erkrankte er plötzlich an einer Lungenentzündung und starb zwei Monate später. Nach dem Tod des Bigamisten brach ein riesiger Erbschaftsstreit los.








27 Oktober:


Der 27. OKTOBER ist der 300. Tag des Jahres - der 301. in Schaltjahren. Es verbleiben noch 65 Tage bis Jahresende.
Sternbild:                                                                                       Skorpion    



27.10.1635   Im Vertrag von Saint-Germain-en-Laye übernimmt das katholische Frankreich die Finanzierung des im Dreißigjährigen Krieg auf protestantischer Seite kämpfen­den Heeres von Bernhard von Sachsen-Weimar. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Nördlingen hat er sein Herzogtum verloren und konnte keine Söldner mehr bezahlen.


27.10.1782   Geburtstag Niccoló PAGANINI, Violinist, Todestag 27.5.1840
Niccoló Paganini war ein italienischer Geiger, Gitarrist und Komponist. Zu seiner Zeit war er der führende und berühmteste Geigenvirtuose. Sein äußeres Erscheinungsbild und seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende. Er kleidete sich schwarz, litt an vielen Krankheiten und konnte seine Hände ungewöhnlich dehnen: Da lag die Bezeichnung „Teufelsgeiger“ irgendwie nahe.

27.10.1811   Geburtstag Isaac Merrit SINGER, Erfinder, Todestag 23.7.1875
Isaac Merrit Singer war ein US-amerikanischer Unternehmer und Erfinder. Er leistete wesentliche Beiträge zur Entwicklung der Näh­maschine und vermarktete sie geschickt....

27.10.1858   Geburtstag Theodore ROOSEVELT, Todestag 6.1.1919 .
Theodore Roosevelt war ein US-.amerikanischer Politiker. Unter William McKinley war er ab dem 4.3.1901 für etwa sechs Monate Vizepräsident der Vereinigten Staaten, bis er nach dem tödlichen Attentat auf McKinley am 14.9.1901 im Alter von 42 Jahren zum 26. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt wurde. Damit gilt Roosevelt, bezogen auf sein Lebensalter bei der Amtseinführung, in der Geschichte der USA als jüngster Inhaber dieses Amtes. Neben seinem politischen Schaffen prägte er auch bis in die heutige Zeit die internationalen Kinderstuben: Der Teddybär wurde nach ihm benannt. „Teddy“ Roosevelt soll sich bei einer Jagd geweigert haben, einen an einem Baum angebundenen Bären zu erlegen. Alle hörten von „Teddy‘s Bear“, und die Firma Steiff in Deutschland hatte den „Teddybär“.

27.10.1883   In Wien fährt die erste DAMPFTRAMWAY auf der Strecke Hietzing-Perchtoldsdorf.


27.10.1904   In New York wird nach vier Jahren Bauzeit die U-Bahn offiziell eröffnet. Die erste Strecke führt vom Rathaus (City Hall) über die Grand Central Station und den Times Square zur Ecke Broadway – 145. Straße in Harlem.

27.10.1925   Geburtstag Ruth STEPHAN, Schauspielerin, Todestag 8.8.1975
Ruth Stephan war eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin. Sie brachte das Wirtschaftswunderland an der Seite von Heinz Erhard und Theo Lingen zum Lachen. 1974 mußte sie sich einer Brustoperation unter­ziehen und starb 1975 an Lungenkrebs.

27.10.1948   Im Nürnberger Prozeß gegen das Oberkommando der Wehrmacht ergehen die Urteile.

27.10.1968   Todestag Lise MEITNER, Physikerin, Geburtstag 7.11.1878
Lise, eigentlich Elise Meitner, war eine österreichisch-schwedische Kernphysikerin. Unter anderem lieferte sie im Jänner 1939 zusammen mit Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung Der Kernspaltung, Die Ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 entdeckt und mit radiochemischen Methoden nachge­wiesen hatten.

27.10.1987   Todestag Heinz FISCHER-KARWIN, Journalist, Moderator, Geburtstag 23.4.1915
Heinz Fischer-Karwin war ein österreichischer Hörfunk- und Fernsehjournalist und Moderator. Er galt in späteren Jahren als Grandseigneur des Metiers. Er sprach lupenreines Hochdeutsch und vermittelte Kultiviertheit, Haltung, Würde und Stil. Andererseits räumten Kollegen wie Eva Maria Klinger und Thaddäus Podgorski ein, daß er auf Interviewpartner bisweilen hämisch und arrogant gewirkt habe.

27.10.1996   Mit der Unterzeichnung der entsprechenden Verträge im österreichischen Hainburg wird der Nationalpark Donau-Auen eingerichtet.

27.10.2003   Im andalusischen Málaga, der Geburtsstadt des Malers Pablo Picasso, wird das Museo Picasso eröffnet.



                                                                                                                            






Dienstag, 25. Oktober 2016

26. Oktober: Österreichischer Nationalfeiertag

26.10.1955   Die „freiwillige, immerwährende Neutralität“ Österreichs wird vom Nationalrat als Verfassungsgesetz verabschiedet, nachdem der letzte Besatzungssoldat bis zum Vortag das Land verlassen haben mußte. Seit 1965 ist im Andenken dieses Ereignis der 26. Oktober österreichischer Nationalfeiertag.

Der österreichische Nationalfeiertag wird seit 1965 jährlich am 26. Oktober begangen, dem Tag, an dem 1955 das Gesetz zur österreichischen Neutralität beschlossen wurde. Dieser Gedenktag löste den vormaligen Tag der Fahne als Nationalfeiertag ab. 1967 wurde er den übrigen gesetzlichen Feiertagen in Österreich gleichgestellt und ist seither arbeitsfrei.

Vor 1955:
Der erste Nationalfeiertag der Republik Österreich wurde am 12. November 1919 begangen, dem ersten Jahrestag der Ausrufung der Ersten Republik nach dem Ersten Weltkrieg.
Während der Ständestaatsdiktatur war ab 1934 der 1. Mai als „Gedenktag an die Proklamation der Verfassung 1934“ (Maiverfassung) zum „allgemeinen Ruhe- und Festtag“ erklärt.
Der 1. Mai wurde auch während der Zeit des Nationalsozialismus von 1938 bis 1945 gefeiert, da die Nationalsozialisten den aus der Arbeiterbewegung stammenden 1. Mai als Kampftag („Tag der Arbeit“) zum „Tag der nationalen Arbeit“ uminterpretiert und vereinnahmt hatten. Im Nationalsozialismus galt dieser Tag als Staatsfeiertag. Diese Bezeichnung ist für den 1. Mai bis heute aufrecht. Wegen der Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten des Staatsfeiertags mit dem Nationalfeiertag wird im Alltag gelegentlich der heutige Nationalfeiertag (speziell von Menschen, die Österreich nicht für eine Nation halten) als „Staatsfeiertag“ bezeichnet oder verwechselt. Motiv des Nationalfeiertags geht von der Unterzeichnung des Staatsvertrages aus. Zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 und dem Ende der Besatzungszeit im Jahre 1955 gab es in Österreich keinen Nationalfeiertag.
1955 bis 1964: „Tag der Fahne"
Am 15. Mai 1955 war der Staatsvertrag unterzeichnet worden, der Österreichs staatliche Souveränität wiederherstellte. Dieser Vertrag mußte von allen Signatarstaaten (Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und Vereinigte Staaten) ratifiziert werden; die letzte Ratifizierungsurkunde wurde von Frankreich am 27. Juli 1955 im sowjetischen Außenministerium in Moskau, dem Aufbewahrungsort des Originals des Österreichischen Staatsvertrages, hinterlegt. Damit begann die vertraglich vereinbarte Frist von 90 Tagen, in der die Besatzungstruppen Österreich zu verlassen hatten. Der 25. Oktober 1955 war der letzte Tag dieser 90-Tage-Frist. Offiziell übergaben die Briten an diesem Tag die letzte besetzte Kaserne Klagenfurt Lendorf an Österreich. Inoffiziell allerdings wurden noch am 29. Oktober zirka 20 britische Soldaten mit ihrem Offizier, Oberst E. T. Roberts, mit Geschenken der Bevölkerung aus Kärnten verabschiedet. Der letzte sowjetische Soldat hatte Österreich nachweislich schon am 19. September um 20 Uhr verlassen. Bis heute hält sich aber die Legende vom letzten russischen Besatzungssoldaten, der Österreich am 25. Oktober verlassen haben soll.
Die Initiative dazu, die Wiedererlangung der Souveränität Österreichs fortan, vorerst in den Schulen, feierlich zu begehen, kam von Heinrich Drimmel (ÖVP), Bundesminister für Unterricht. In einem Erlaß vom 1. Oktober 1955 forderte er die Lehrerschaft dazu auf, den Schülern die Bedeutung des 25. Oktober, des Tages des endgültigen Abzugs der Alliierten gemäß der vorgesehenen 90-Tage-Frist, als Unabhängigkeitstag zu vermitteln und ordnete für diesen Tag das feierliche Hissen der Nationalflagge an.
Das Burgtheater wurde am 14. Oktober 1955 nach zehn Jahren der Behebung der Kriegsschäden wieder in Betrieb genommen. Wien feierte am 22. Oktober, einem Samstag, den „Tag der Freiheit“; bei seiner Ankündigung zwei Tage vorher ging man davon aus, Daß sich keine Besatzungssoldaten mehr in Wien aufhielten. Am 21. Oktober sprach Bruno Marek im Wiener Landtag über diesen Freiheitstag. Am 23. Oktober 1955 wurde vom großartigen Verlauf der Befreiungsfeier berichtet. Am 25. Oktober fand in Wien wie in Landeshauptstädten eine offizielle Befreiungsfeier statt, wie am 26. Oktober 1955 berichtet wurde.
Der 26. Oktober 1955 war der erste Tag, an dem laut Zusicherung im Staatsvertrag keine fremden Truppen mehr auf österreichischem Hoheitsgebiet stehen durften. An diesem Tag beschloß der österreichische Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes rückwirkend ab null Uhr die immerwährende Neutralität.
Am 11. September 1956 beschloß der Ministerrat auf Antrag von Unterrichtsminister Drimmel, den „Tag der österreichischen Fahne“ alljährlich am 26. Oktober zu begehen. Diese Verschiebung um einen Tag kam deshalb zustande, da es der Bundesregierung wichtiger war, die Neutralitätserklärung am 26. Oktober zu betonen als den Abzug der letzten Besatzungssoldaten am Tag zuvor.
Seit 1965: „Nationalfeiertag“
1965 wurde in Parlament und Bundesregierung beraten, welcher Tag als „Nationalfeiertag“ begangen werden sollte. Zur Auswahl standen:
  • ·      der 12. November (Ausrufung der Ersten Republik im Jahr 1918)
  • ·   der 27. April (gemeinsame Proklamation über die Selbständigkeit Österreichs durch die Vorstände der (wieder)entstandenen Parteien SPÖ, ÖVP und KPÖ in Berufung auf die Moskauer Deklaration und Bildung einer provisorischen Staatsregierung um Jahre 1945
  • ·      der 15. Mai (Unterzeichnung des Staatsvertrags im Jahr 1955)
  • ·    der 26. Oktober (Beschluß des Bundesverfassungsgesetzes über die österreichische Neutralität)

Die meiste Zustimmung fand die Variante 26. Oktober, und so beschloß sie der Nationalrat am 25. Oktober 1965 einstimmig mit einem Bundesgesetz, das tags darauf in Kraft trat. Seit dem Jahre 1967 gilt an diesem Tag auch die Feiertagsruhe. Das Nationalfeiertagsgesetz ist eine der wenigen Normen im österreichischen Rechtsbestand, die über eine Präambel verfügen. Dort heißt es:
„Eingedenk der Tatsache, daß Österreich am 26. Oktober 1955 mit dem Bundesverfassungsgesetz BGBl. Nr. 211/1955 über die Neutralität Österreichs seinen Willen erklärt hat, für alle Zukunft und unter allen Umständen seine Unabhängigkeit zu wahren und sie mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen, und in eben demselben Bundesverfassungsgesetz seine immerwährende Neutralität festgelegt hat, und in der Einsicht des damit bekundeten Willens, als dauernd neutraler Staat einen wertvollen Beitrag zum Frieden in der Welt leisten zu können, hat der Nationalrat beschlossen…“
Feierlichkeiten:
Aus Anlaß des Nationalfeiertags finden Veranstaltungen und Aktivitäten statt.
In Wien kann man die Standorte des Heeresgeschichtlichen Museums und des Wien Museums bei freiem Eintritt besuchen sowie einige der Bundesmuseen bei ermäßigtem Eintritt. Außerdem öffnen an diesem Tag das Parlament, die Ministerien und die Hofburg, der Sitz des Bundespräsidenten, ihre Pforten.
Unter dem Motto Fit am Nationalfeiertag finden hunderte Breitensport-veranstaltungen im ganzen Land statt, vor allem für Läufer und Wanderer („Fit-Märsche“), aber auch für Radfahrer, Skater oder Walker.
Das Bundesheer begeht diesen Tag mit Angelobungen und seit 1995 alle zehn Jahre mit einer Parade auf der Wiener Ringstraße, die ursprünglich auf Bestreben der SPÖ aus Kostengründen „ohne Kriegsgerät“ (Panzer etc.) durchgeführt werden sollten. 2005 wurden bei der Jubiläumsparade 50 Jahre Bundesheer aber erstmals auch 640 Fahrzeuge (davon 195 Kettenfahrzeuge) sowie 96 Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt. In den Landeshauptstädten und am Wiener Heldenplatz gibt es sogenannte „Leistungsschauen“, bei denen das Bundesheer seine Waffen, Hubschrauber, Panzer, Sportler und vieles mehr präsentiert.